Zur Geschichte der Stiftung

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Die Stiftung? ?Kunst und Technik? wurde gegr?ndet im Zuge des Entwicklungsprozesses des Zentrums f?r Kunst und Technologie (ZKM), andem ich (Stiftungsgeber Prof. Dr.?Heinz Trauboth) als Leiter des Instituts f?r Datenverarbeitung in der Technik (IDT) (heute Institut f?r Angewandte Informatik (IAI) im Kernforschungszentrum ?Karlsruhe(KfK) (heute Forschungszentrum ?Karlsruhe (FZK)) von Anfang an mitgewirkt habe. Diese gemeinn?tzige Stiftung hat das ZKM thematisch unterst?tzt. Die Gr?ndung des ZKM geht auf das Jahr 1984 zur?ck, in dem die Idee zu einem Medienkunstzentrum geboren wurde. Vertreter der Kommunalpolitik, der Universit?t, der Staatlichen Hochschule f?r Musik, des Kernforschungszentrums (sp?ter Forschungszentrum Karlsruhe) und anderer Karlsruher Institutionen bildeten 1986 unter der ?gide des Karlsruher Oberb?rgermeisters Prof. Dr. G. Seiler eine Projektgruppe und formulierten das “Konzept 88”, in welchem die Initiative f?r die Zusammenf?hrung der K?nste und der Neuen Medien in Theorie und Praxis beschrieben wurde.

Die baden-w?rttembergische Landesregierung unter Ministerpr?sident Lothar Sp?th entschied 1988, das ZKM als Stiftung des ?ffentlichen Rechts zu gr?nden. Mit der Konstituierung eines Stiftungsrats 1989 und der Berufung von Professor Heinrich Klotz ? zum Gr?ndungsdirektor wurde die Realisierung des Zentrums f?r Kunst und Medientechnologie konkret.

Um vor dem Bezug des Hallenbaus einem interessierten Publikum Einblick in die Arbeit des ZKM zu geben, wurde mit der Veranstaltungsreihe ?ZKM in der Fabrik? und der Multimediale bis zur Er?ffnung im Jahr 1997 das Spektrum der Arbeit des ZKM repr?sentiert.

In den Jahren vor der Er?ffnung des ZKM wurde mit den Multimedialen 1-5 in Karlsruhe ein internationales Medienkunstfestival ausgerichtet. Von 1989 bis 1997 konnte so einer interessierten ?ffentlichkeit in zweij?hrigem Turnus ein ?berblick ?ber die vielf?ltigen Entwicklungen an der Schnittstelle von Kunst und Medientechnologie gegeben werden. Die Veranstaltungsorte und Themenstellungen wechselten von Jahr zu Jahr, das Spektrum umfa?te neben Symposien, Vortr?gen, Konzerten und Performances auch die Pr?sentation von Eigenproduktionen der Institute am ZKM u.a. in vertraglicher Zusammenarbeit mit dem IDT unter meiner Leitung und die Ausstellung erster Ank?ufe f?r den musealen Bereich. Kooperationen mit Kultureinrichtungen der Stadt Karlsruhe und mit internationalen Institutionen deuteten das Netz der f?r das ZKM auch in der Phase seiner Konsolidierung tragf?higen Verbindungen an.

?Das IDT im KfK war bei der 2. Multimediale (1991) mit dem Objekt einer neuartigen eigen-entwickelten Stereo-Endoskopie-Kamera (von H. Becker, IDT), wie sie dann zur Minimal Invasiven Chirurgie eingesetzt wurde,? in einer Paprikaschote vertreten (Idee der K?nstlerin Susan Hefuna). Diese Kamera wurde dann von einer jungen Firma gefertigt und vertrieben; sie erhielt daf?r einen namhaften Wirtschaftspreis. Nach einem Konzept?des Medienk?nstlers Jeffrey Shaw, Leiter des ZKM-Instituts f?r Bildmedien, entwickelte das IDT (Dr. Gruber) den Antrieb,?die Steuerung und Software der Roboter-3D-Projektionsinstallation Extended Virtual Environment (EVE) ?in einem kugelf?rmigen Zelt, mit der sich der Besucher durch eine computer-erzeugte virtuelle Welt (Virtuelle Realit?t (VR)) interaktiv bewegen kann (siehe Bild)[Die gro?e Bedeutung der VR wird erl?utert von ?H.Trauboth in??Symbiose von Technik, Kunst und Natur?, Kunstforum, Das Neue Bild der Welt, Bd. 124, 1993, S. 184-189]. Dieses Systemwurde auf den Multimedialen 3 und 4 mit gro?em Besucherzuspruch vorgef?hrt. 1994 wurde es an das Wissenschaftsmuseum in Madrid vermietet. Zur 5. Multimediale wurde EVE zu einem Telepr?senz-System erweitert.

?Nach einem Vorlauf von zwei Jahren wurde 1994 die gemeinn?tzige treuh?nderische Stiftung ??Fr?nkischer Hof? f?r Kunst und Technik? zur Unterst?tzung des ZKM und als private Initiative des Stiftungsgebers unter Federf?hrung des Gr?ndungsrektors des ZKM Prof. Dr. H. Klotz, des stellv. Vorstandsvorsitzenden des KfK Prof. Dr. H. Wagner, des B?rgermeisters von Weingarten K.-D. Scholz und des Anwalts Dr. Paepke gegr?ndet. Ziele und Zweck der Stiftung sind auf der Homepage angegeben. Der Stiftung wurde ein Beirat unter Vorsitz von Prof. Dr. H. Klotz beigegeben, dem auch der Rektor der Hochschule f?r Gestaltung (HfG) und? die Rektorin der Musikochschule Karlsruhe (MHK) angeh?rten. Zur gleichen Zeit wurde der F?rderverein des ZKM unter Vorsitz von Prof. Dr. H. Wagner gegr?ndet, dem ich bis heute angeh?re. Mit dem Tod von Prof. Dr. H. Klotz 1999 nahm das Interesse des ZKM, der HfG und der MHK an der Stiftung stark ab. Nach seiner ?bernahme des Vorstandsvorsitzes des FZK reduzierte Dr. M. Popp 2002 im gegeseitigen Einvernehmen den Beirat auf den jeweiligen Vorstandsvorsitzenden des FZK, den B?rgermeister und den Stifter. Der Beirat tagte niemals. Die Arbeit und Verantwortung liegen alleinig bei mir.
Die Idee, die der Stiftung zugrundeliegt, ?kam mir bereits 1957, als ich an der ber?hmten amerikanischen Technischen? Hochschule MIT erlebte, wie der Sputnik einen Schock ausl?ste – und dadurch die Amerikaner zu schonungsloser Selbstkritik an ihrem maroden Schulsystem bez?glich der Naturwissenschaften veranlasste! Viele hochkar?tige Professoren ver?ffentlichten sofort Skizzen und Anleitungen f?r Lehrer und Sch?ler zum Selbstbauen von Experimenten mit billigem Material vom Baumarkt und von der Drogerie.

Nach der Fusion des Forschungszentrums Karlsruhe mit der Universit?t Karlsruhe zum landeseigenen Karlsruher Institut f?r Technologie KIT (in Anlehnung an die US-Hochschule MIT) w?re der Fr?nkische Hof in das Verm?gen des Landes Baden-W?rttemberg zum Kultusministerium ?bergegangen. Um die lokale Bindung zur Gemeinde Weingarten zu erhalten, wurde die Bindung zum KIT im Juli 2010 gel?st und auf die neugegr?ndete B?rgerstiftung Weingarten/Baden zum 1.1.2012 ?bertragen.

Nach eingehender Pr?fung der Akustik der Scheune des ?Fr?nkischen Hofs? durch die bekannte Raumklang-K?nstlerin Sabine Sch?fer, die an der Musikochschule Karlsruhe lehrt und im ZKM arbeitete, entwarf und installierte 1995 ihr Elektroniker S. Kartadinata eine computer-gesteuerte Raumklanganlage (mit grafischer Bedienoberfl?che) mit acht Lautsprechern und Mischpult. 2000 entwarf und realisierte der bekannte K?nstler Emil Wachter das Glasbild ?Natur und Technik? in den Giebel der Scheune entsprechend meiner Skizzierung.

2010 wurde das Obergeschoss der Scheune in einen Arbeits-und Besprechungsraum (60 qm) und in einen Pr?sentationsraum (100qm) umgebaut sowie mit zus?tzlicher D?mmung isoliert , so dass nun vier Arbeitspl?tze, mit?M?bel?und elektronischen Ger?ten zur Vermietung an Software-Entwickler, Designer und K?nstler eingerichtet sind. Weitere R?ume in der ehem. Remise und K?che im Gew?lbekeller stehen f?r Seminare, Workshops?und Vortr?ge zur Verf?gung. Au?erdem kann der mit vier gro?en Schirmen ?berdachbare Hof genutzt werden.

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